Antifa-Kongress in der “Roten Flora”

Vom 6. April bis zum 8. April findet in Hamburg der sogenannte ,,Antifa-Kongress Hamburg 2018” statt. Motto der Veranstaltung ist ,,Bilden, Organisieren, Zurückschlagen”. Die Betonung liegt hierbei wohl eher auf dem tatsächlichen Schlagen als auf dem Antrainieren rhetorischer Fähigkeiten oder gar der Bildung, denn die sprachlose, dafür aber umso tätlichere Linke befindet sich in ihrer ganzen Breite in einem intellektuellen Erosionsprozess, wie bereits andere Kongresse zeigten, bei welchen wir anwesend waren.

Das Angebot an Workshops reicht von Vorträgen über die eigene Nazi-Paranoia, bis hin zu Selbstverteidigungskursen für selbsternannte Antifaschisten. In ihrem Aufruf auf der extra für den Kongress eingerichteten Internetseite [1] hantiert die Antifa mit den üblichen Trigger-Begriffen (,,Nazis”, ,,Faschisten”, ,,Verschwörungstheoretiker”, ,,Wutbürger” etc.), portraitiert sich als die letzte Hoffnung, um den vermeintlichen Aufstieg des Bösen à la 1933 verhindern zu können, und pauschalisiert in Bezug auf die patriotische Szene, obwohl Pauschalisierung das ist, was sie den ,,Nazis” vorwirft. Doch gegen diese sich immer weiter selbst radikalisierende militante Linke regt sich Widerstand.

Eine ,,Flora-muss-weg”-Demonstration [2] wird am Sonnabend (14 bis 16 Uhr) an der U-Bahnstation Schlump stattfinden. Initiatorin dieser Demo ist die neu gegründete ,,Initiative für ein soziales und tolerantes Europa”, welche dazu aufruft, ein klares Zeichen gegen den häufig unterschätzten Linksextremismus zu setzen. Auch wenn der Erfolg der Demonstration eher mäßig sein wird, so ist sie doch ein erstes Zeichen eines aufkommenden Bürgerprotestes gegen den organisierten Linksextremismus und damit ein begrüßenswerter und notwendiger Widerstand, der mittlerweile auch seine Entsprechung in der parlamentarischen Arbeit alternativer Parteien findet.

Es muss trotz politischer Meinungsverschiedenheiten möglich sein, einen zivilisierten Diskurs aufrechtzuerhalten und Gewalt darf in einer Demokratie nie Mittel der politischen Auseinandersetzung sein. Daher sprechen wir uns klar gegen die Tagung gewaltbereiter Linksextremisten in Hamburg aus.

[1] https://antifa-kongress-hamburg.org
[2] https://m.focus.de/regional/hamburg/hamburg-flora-muss-weg-demo-protest-gegen-antifa-kongress-in-der-roten-flora_id_8718718.html